Freiwilligenjahr – Wegbegleiter

Auseinandersetzung mit Glaube und Spiritualität im Freiwilligenjahr

Jedes Jahr beginnen über 500 junge Menschen einen Freiwilligendienst bei den Sozialen Lerndiensten im Bistum Trier. Sowohl im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) als auch beim Bundesfreiwilligendienst (BFD) geht es neben dem gesellschaftlichen Engagement auch um die ganzheitliche Auseinandersetzung mit sich selbst, der eigenen Rolle in der Gesellschaft und den Blick über den Tellerrand. Die Begleitung der Freiwilligen in ihrem Dienst ist damit sowohl eine pädagogische als auch eine pastorale Aufgabe.

Die Frage nach der eigenen Spiritualität – also der Haltung, mit denen die Freiwilligen in die Welt schauen – fand vorrangig in Form eines spirituellen Impulses während der Bildungsseminare statt. Um die Auseinandersetzung mit der eigenen Spiritualität über das gesamte Jahr in den persönlichen Entwicklungsprozesses während des Freiwilligendienstes zu integrieren, entwickelte ruach.jetzt in Zusammenarbeit mit dem Team der Sozialen Lerndienste einen Wegbegleiter für die Freiwilligen. Dabei handelt es sich um einen Planer, der bezogen auf einen 12-monatigen Freiwilligendienst für jede Woche zwei Seiten Raum bietet für Terminplanung, Eintragungen und To-do-Listen. Zusätzlich enthält der Wegbegleiter grundsätzliche Informationen zur Tätigkeit in der Einsatzstelle, zu den Bildungsseminaren sowie Kontaktadressen, Hinweise zum achtsamen Umgang mit eigenen und fremden Grenzen und weitere nützliche Informationen, die den Freiwilligen den Einstieg in ihren Freiwilligendienst erleichtern.

Hauptziel ist es, die Freiwilligen während des gesamten Jahres des Freiwilligendienstes zu begleiten – von der Anfangsphase bis zum Abschied aus dem Freiwilligendienst. Der Wegbegleiter versteht sich als Instrument der pädagogischen und pastoralen Begleitung der Freiwilligen und ist Ausdruck des Bildungsverständnisses sowie der verschiedenen Bildungsdimensionen im Freiwilligendienst: Persönlichkeitsbildung, religiöse Bildung, soziale Bildung, politische Bildung.

Der Wegbegleiter will die Freiwilligen in ihrer Entwicklung fördern und unterstützen und sie anregen, das Potenzial zu entdecken und zu entfalten, das in ihnen liegt. Deswegen enthält der Planer für jede Woche des Freiwilligendienstes ganz unterschiedliche Impulse, die zum Nachdenken anregen und im Sinne der Förderung der Selbstreflexion helfen, von Zeit zu Zeit das eigene Handeln zu überdenken und sich neue Ziele zu setzen.

Fakten

https://soziale-lerndienste.de
Projektzeitraum: 2018-2019, 2019-2020, 2020-2021
Client: Soziale Lerndienste im Bistum Trier

Ähnliche Beiträge

  • Ehrensache

    Podcast-Serie zum Ehrenamt in der Kirche Im Auftrag der EULE produziert ruach.jetzt eine Podcast-Serie zum Thema Ehrenamt. Lisa Menzel kommt hier mit Menschen ins Gespräch, die sich in ganz verschiedenen Bereichen ehrenamtlich in der Kirche engagieren: in Gremien und Vorständen, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, als Prädikant oder Ministrantin im Gottesdienst oder auch…

  • Überraschungskirche

    Familienkirche als Event und gemeinsamer Tag. Familien sind schon seit langer Zeit ein Schwerpunkt der Pastoral. So wurden in den 80er und 90er Jahren Familiengottesdienste, Familienkirchen und Familienzentren gegründet. Trotz dieser Schwerpunktsetzung schwinden auch die Kontaktflächen zwischen kirchlichen Angeboten und Familien. Auch für Familien ist der Gottesdienst am Sonntagsmorgen nur noch selten ein Ort der…

  • Tod, wo ist Dein Sieg?

    Über Sterben, Trauer und Leben ins Gespräch kommen. Es gibt wohl wenig Themen, welche so viele Menschen angehen und über die man gleichzeitig so wenig erfahren möchte, wie den Tod. Vor dieser Herausforderung stehen die meisten Gesprächsangebote rund um das Thema Sterben, Trauer und Tod. Dass diese Themen dennoch wichtig sind, weiß auch die katholische…

  • alles außer beten

    Moderne Exerzitien im Alltag Den Autopiloten ausschalten und 28 Tage im Alltag auf Entdeckungsreise gehen. Dafür bietet alles außer beten eine Anleitung. Ohne Hokuspokus, fromme Übungen oder strenges Regelwerk – damit Du die Reise genießen und wirklich zur Ruhe kommen kannst. Mit alles außer beten kannst Du ganz für Dich alleine, zusammen in einer Gruppe…

  • fails@church

    In der Kirche über das Scheitern reden Über Erfolge zu sprechen ist einfach. Denn über die Dinge, die gut laufen, berichten wir gerne. Dabei sind die Geschichten, die nicht funktionieren, fast genauso spannend. Aus den Fehlern dnderer lässt sich zuverlässig lernen – aber selbstverständlich nur, wenn man auch von den Fehlern weiß. Sonst bleibt man…

  • Glaube kommt vom…?

    Sprachfähigkeit über Glaube bei Studierenden unterstützen Glaubenskommunikation ist keine Zier, sondern wird in den nächsten Jahren immer wichtiger. Die Theologie hat sich seit jeher der Erschließung von Gott verschrieben. Damit die Erkenntnisse einer der ältesten universitären Wissenschaften der Welt auch noch heute Menschen verständlich erreichen, gilt es (nicht nur) für angehende Theolog:innen, sich der Herausforderung…